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Wissenschaft, was ist das?
Dilemma Wissenschaft

Im IN auf der Seite "www.science-at-home.de/referate/science_indicators_2002. php habe ich nachfolgende Definition für wissenschaftliches arbeiten gefunden:

Was kennzeichnet dann eine Wissenschaft? Eigentlich ein recht simples Schema, außerhalb dessen Grenzen die Wissenschaft an Gültigkeit verliert. Dieses Schema, das eine Reihe von Kriterien erfüllen muss, heißt wissenschaftliche Methode. Und diese besteht aus folgenden Punkten:
  1. Empirie - Beobachten, Sammeln von Daten und Fakten.
  2. Aufstellen einer Hypothese
  3. Verifikation der Hypothese
  4. Mögliche Falsifikation der Hypothese
  5. Aufstellen einer widerspruchslosen Theorie, falls die Hypothese die Falsifizierbarkeit erfüllt, die durch Prognosefähigkeit und Reproduzierbarkeit gekennzeichnet ist
  6. Veröffentlichung unter gängigen Kriterien der Evaluation
Wie ist es in der breiten Bevölkerung um das Wissenschaftsverständnis bestellt? Die Demographen verzeichnen eine seit Jahren immer wachsende Kluft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsverständnis (Public understanding of science) stagniert kontinuierlich und wird mit einem breiten Interesse an paranormalen Phänomenen kompensiert. (siehe auch: Wissenschaftlicher Analphabetismus) Alles, was das Präfix 'Para' trägt, erlebt eine Hochkonjunktur. Und mit dem kritischen Denken geht es dabei bergab. Deutlich wird dies in der Werbung, die sich des blinden Glaubens an die Autorität des weißen Kittels bedient. "Laborgeprüft" oder "wissenschaftlich getestet" gelten als verkaufsfördernd. Was das eigentlich bedeutet, wird kaum hinterfragt. Dabei spielen die (Allgemein)bildung und das Wissenschaftsverständnis in unserer Gesellschaft, sowie vorurteilsfreier Skeptizismus eine der Schlüsselrollen. Für die Sicherung und Erhaltung der Demokratie, der ökonomischen und ökologischen Sphäre und der politisch-sozialen Lage sind diese Mittel unabwendbar.

Der Autor hat mit seinem Artikel 3 erwähnenswerte Schlüsse gezogen:

  1. Er zeigt auf, was wissenschaftliches Arbeiten bedeutet.
  2. Er beschwert sich zu Recht über mangelndes Verständnis zu "echten" wissenschaftlichen Arbeiten.
  3. Sein Artikel kann aber, so wie er geschrieben ist, nur von seinen Wissenschaftskollegen verstanden werden.

Seine Kritik hat zwar völlig ins Schwarze getroffen. Sowohl mit seinem Schema zum wissenschaftlichen Arbeiten, als auch mit der Erkenntnis, dass das Wissenschaftsverständnis kontinuierlich stagniert und mit breitem Interesse an sog. paranormalen oder alternativen Wissenschaften kompensiert wird.

Diese Kritik hat aber nicht die Menschen erreicht, die er erreichen wollte, weil ein einfacher Mensch mit durchschnittlicher Bildung, die von ihm gewählte Ausdrucksweise nicht versteht, also auch nicht versteht, was er eigentlich sagen wollte! Er hat und das ist bezeichnend, wieder nur mit seinen Wissenschaftskollegen gesprochen, die das Problem genauso gut kennen, wie der Autor dieses Referates selbst.

Ich persönlich mache unserer Wissenschafts-Industrie den Vorwurf einer für die breite Bevölkerung nicht mehr verständlichen Sprache und Darstellungsweise zu pflegen. Selbstverständlich muss die Wissenschaft ihre Thesen beweisen und verifizieren. Das sollte aber meiner Meinung nicht soweit gehen, dass sie im eigenen Saft schmort und ihre Außenwelt nicht mehr erreicht. Offensichtlich sind manche Wissenschaftler auch der Meinung, keine Phantasie mehr entwickeln zu dürfen.
An sich haben wir (Normalbürger) ein Recht auf die Ergebnisse unserer Wissenschaft in Form und Verständlichkeit eines Erich Däniken. Die Forschungen werden ja schließlich überwiegend von uns Nichtwissenschaftler aus Steuergeldern bezahlt. Meiner Meinung geht es nicht an, dass die Forschungsergebnisse speziell in der Archäologie, nur in wissenschaftlichen Verlagen veröffentlicht, von Journalisten übersetzt und in Tageszeitungen als, aus dem Zusammenhang gerissene Kurznotizen, in eine verständliche Sprache übersetzt werden.

Gott sei Dank, verfügen wir über Menschen namens Stephen Hawkin, Carl Sagan, Erich von Däniken und andere, die ihr Wissen einer breiten Bevölkerung (mehr oder weniger) verständlich nahe bringen können. Interessanterweise verdienen sie noch Geld damit (Däniken verkaufte 71 Mio Bücher, Sagan und Hawkin sicher nicht viel weniger).  Die Beispiele Hawkin und Sagan zeigen auch, dass es verständliche Veröffentlichungen von anerkannten Wissenschaftlern über komplexe physikalische Vorgänge gibt, auch ohne langatmige und unverständliche Abhandlungen, über Verifikation und Falsifikation oder sonstige den Normalbürger nicht interessierenden Dinge. Eigentlich müsste jedem Institut, das mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, ein journalistischer Mitarbeiter zur Verfügung stehen, der wissenschaftliche Ergebnisse für den Normalbürger verständlich übersetzt und veröffentlicht. Vielleicht würde dann auch Geld vorhanden sein, um die tausende, in den Museums-Kellern abgelegten Artefakte zu sichten und gemäß dem heutigen Stand der Wissenschaft neu zu bewerten. Meine Fantasie reicht jedenfalls aus, mir dadurch neue Impulse in der Altertumsforschung vorstellen zu können.

Wissenschaftliches Gehabe
Das Lamento der etablierten Wissenschaft über die Paläo-Seti ist m.M. nach zum Teil gerechtfertigt. Die Paläo-Seti ist aber von der etablierten Wissenschaft selbst verschuldet und eine Reaktion interessierter Laien auf professorales, engstirniges und arrogantes auftreten (Die - das sind wir Laien - haben sowieso keine Ahnung).

Ein Abweichen von eingefahrenen Dogmen ist aber andererseits für Wissenschaftler sehr schwer. Sie würden sofort ihre Reputation verlieren und sich eventuell lächerlich machen. Am Beispiel der Großen Pyramide (Cheops-Pyramide) könnte ich mir sogar vorstellen, dass eine Bau-Rückdatierung durch die heutige ägyptische Regierung verhindert wird. Die ägyptische Regierung könnte einen enormen Prestigeverlust Ägyptens befürchten, wenn zugegeben werden würde, diese Pyramide sein von einer anderen Hochkultur errichtet worden. Ich könnte mir sogar vorstellen, jeder der behauptet die Gizeh- Pyramiden sind 8000 v.C. gebaut worden, verliert sofort die Genehmigung jedwelche Forschungen in Ägypten zu tätigen. Ein AUS für jeden Ägyptologen. Meiner Meinung unterliegt die archäologische Forschung nicht immer den eingangs beschriebenen "wissenschaftlichen Methoden".

Ich habe die Arbeit von Gantenbrink 1993 verfolgt, der mit selbst fahrenden Robotern einen sog. Luftschacht der Cheopspyramide untersucht hat. Sein Roboter kam bis zu einer Stein-Tür die ein weiteres Eindringen verhinderte. Diese Türe wies an der Sichtseite 2, von der unsichtbaren gegenüberliegenden Seite durchgehende Metallteile auf. Die Funktion dieser Teile ist unbekannt. Im Jahre 1999 (also 6 Jahre später) wurde unter medialem Rummel diese Türe durchbohrt und mit einem Endoskop der dahinter liegende Raum ausschnittsweise der Öffentlichkeit über das Fernsehen gezeigt. Außer Sand und eine weitere Türe war nichts zu erkennen. Heute 2005, wieder 6 Jahre später, habe ich noch keine entsprechende Veröffentlichung gelesen, die auf eine Fortführung der Arbeiten hinweist, obwohl ich überzeugt bin, dass dies längst geschehen ist.

Geschichtsfälschungen, Verschleppung von Untersuchungen, Manipulieren von Ergebnissen aus politischen, religiösen oder persönlichen Gründen der Wissenschaftler sind sicher nicht zu verallgemeinern, aber sicher auch keine Einzelfälle.

Andererseits hat es die etablierte Wissenschaft schwer, Geldmittel, für ihre Forschungen, Untersuchungen, Ideen usw. aufzutreiben. Sie sind also von ihren Aufgaben her mehrfach gefordert. Einerseits sollen sie ihre Forschungen vorantreiben, andererseits müssen sie ausreichende Gelder beschaffen, um diesen Bedarf auch zu decken. Ein gewisses politisches Geschick ist also zusätzlich für approbierte Wissenschaftler vonnöten. Außerdem müssen sie sich gegen Kollegen zur Wehr setzen, die ihre Arbeit kritisieren und ggf. lächerlich machen wollen. Die lukrativen Positionen sind von den etablierten Wissenschaftlern besetzt. Junge Wissenschaftler der nachrückenden Generationen haben nur dann eine Chance, wenn sie von einer etablierten Person gefördert werden und sich einen sog. Namen durch Veröffentlichungen machen können. Gefördert werden sie aber häufig nur, wenn sie die Meinung ihrer Bezugsperson (vorgesetzter Professor, Doktorvater, etc) vertreten, oder ihn von ihrer Idee oder Vorstellung überzeugen können.

Bei Forschungsgebieten, die sich mit sehr weit zurückliegenden Ereignissen oder sehr alten Objekten befassen - kommen zusätzliche Probleme mit der Verifizierung von Thesen und Theorien hinzu. Wie kann jemand beweisen, dass z.B. die Gizeh- Pyramiden vor 4450 Jahren gebaut wurden, wenn keine aussagefähige Alterbestimmung zur Verfügung steht, um das Alter des Bauobjektes zu "messen". Oder, wie kann jemand eine Theorie beweisen, das Leben (Ur-DNS) ist aus dem Weltall auf die Erde "eingeschleppt" worden, wenn man die damals herrschenden Randbedingungen so genau gar nicht kennt. Wie gesagt, würde die Cheopspyramide nicht am Hochplateau von Gizeh stehen, würde kein Wissenschaftler davon ausgehen, dass die Menschen zur damaligen Zeit (vor 4500 Jahren) ein solches Bauwerk bauen konnten.  Aber sie steht da.

Im Falle der Archäologie kommt noch erschwerend die zeitraubende und natürlich kostenintensive Suche nach geeigneten Grabungsstätten hinzu, die viel, viel Geduld und Ausdauer der damit befassten Wissenschaftler voraussetzt.

Ein Beispiel, wie von etablierten Wissenschaftlern Fakten zerredet werden und Sachverhalte verfälscht werden ist im Kapitel: Tiahuanaco von einem anonymen Verfasser dargestellt. Es möge sich jeder seinen Reim darauf machen (sofern die Sachverhalte im Artikel stimmen).