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Seefahrende Hochkultur (Zivilisation)?

Zivilisation - Definition in Wikipedia:
Der Begriff Zivilisation ist von dem im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegten Adj. zivil (bürgerlich, von lat. civis) abgeleitet. Er bezeichnet die durch Fortschritt von Wissenschaft und Technik geschaffenen (verbesserten) Lebensbedingungen. Im 18. Jahrhundert benutzte man im Französischen die Idee der Zivilisation als Gegensatz zum Begriff "Barbarei". So konnten nichteuropäische Gesellschaften als unzivilisiert charakterisiert werden. In den romanischen und angelsächsischen Sprachen werden die Begriffe Kultur und Zivilisation anders als im Deutschen gebraucht. Die Geschichtswissenschaft versteht unter Kulturen großräumige und langlebige Gebilde, die eine große Prägekraft entwickeln, obwohl sie häufig eine Vielzahl von Erscheinungsformen und Entwicklungsstufen aufweisen.

Zivilisation - Definition in wissen.de:
Gesittung, verfeinerte bürgerliche Lebensform, die durch den Fortschritt der Wissenschaft und Technik geschaffenen verbesserten Lebensbedingungen. Besonders in Deutschland wird Zivilisation noch oft als Gegensatzbegriff zu Kultur gebraucht, wobei Zivilisation etwas Materielles, Kultur etwas Geistiges bedeuten soll; diese Unterscheidung ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar.

Hochkultur - Definition in Wikipedia:
Als Hochkultur wird in der Geschichtswissenschaft eine frühe Gesellschaftsordnung bezeichnet, die fortschrittlicher als andere Kulturen ist und sich von ihren Vorgängern und/oder Nachbarn unter anderem durch bestimmte Merkmale auszeichnet. Als Hochkultur wird in der Soziologie die Kultur der Elite im Gegensatz zur Massenkultur unterschieden.

Hochkultur - Definition in wissen.de:
die Entwicklungsphase einer Gesellschaft, in der Verwaltung, Rechtsprechung, Kunst und Wissenschaft auf beachtlicher Höhe stehen. Man unterscheidet die veränderbaren und dynamischen offenen Hochkulturen (z. B. die europäische) und die eher unbeweglich-statischen geschlossenen Hochkulturen (z. B. ägyptische, altindische, altchinesische, Inka- u. a. Kulturen)

Die aufgrund von archäologischen Ausgrabungen datierten ältesten Funde von Staaten bildenden, zivilisatorische Funde von Menschen reichen bis Ende der letzten Eiszeit zurück: Die älteste zurzeit anerkannte Hochkultur ist die der Sumerer (ca. 6000 v. Chr.) im Zweistromland Mesopotamien. In Ostanatolien wurde kürzlich eine organisch gewachsene Stadt ausgegraben deren Alter auf ca. 7500 v. Chr. datiert wurde (Catal Höyük, Türkei). Sie ist älter als alle bis dahin bekannten Städte der Sumerer.

Zum Thema der großen Sintflut ist anzumerken, dass sie nach der letzen Eiszeit tatsächlich stattfand und nicht nur ein Hirngespinst von Theologen ist. Es sind uralte Keilschriftplatten aus der Zeit der Sumerer ausgegraben worden, die die Geschichte der Sintflut wiedergeben. Sie wird in den meisten Kulturkreisen als Besonderheit in Mythen und Legenden vermerkt. Es wird u. a. vermutet, dass durch einen Astereoideneinschlag (Impakt) eine Klimaänderung erfolgte in dessen Folge es zur Eisschmelze kam und die Meeresspiegel bis zu 140 m anstiegen.
Interessant für mich ist die Tatsache dass die Arche - ein zivilisatorisches Meisterwerk - zu einer Zeit entstand (vor ca. 12000 Jahren), zu der wir (die Menschen) nach Meinung unserer Altvorderen noch auf den Bäumen hausten und uns mit Knüppel bekriegten.
Nach alten Überlieferungen (Bibel) war die Arche aus Holz, sehr groß (drei Stockwerke) und absolut wasserdicht. Satellitenaufnahmen haben im türkischen Ararat - Gebirge, Strukturen entdeckt die auf ein derartiges Schiffswrack hinweisen könnten. Man vermutet dass es sich tatsächlich um die Überreste der Arche handeln könnte. Durch extreme klimatische Bedingungen in dieser Gegend ist eine Expedition in dieses Gebiet noch nicht zustande gekommen.

Vom griechischen Philosophen Plato wird von einem hoch zivilisierten Volk - Atlantis - berichtet, das untergegangen ist und von dem man bis heute noch keine konkreten Spuren entdeckt hat. Ganze Wissenschaftsgenerationen haben den Versuch unternommen den Standort von Atlantis schlüssig nachzuweisen. Es ist bis heute noch nicht gelungen:
"Atlantis war eine riesige Insel, größer als Kleinasien und Libyen zusammen, die jenseits der Säulen des Herakles (Straße von Gibraltar) lag. Hinter Atlantis wiederum gab es weitere Inseln, von denen sich die Reisenden auf dem Weg zu einem Festland machten. Nun, etwa 9000 Jahre vor Solon, soll Atlantis ein mächtiges Königreich gewesen sein, dass sowohl über ihre ganze Insel, als auch über viele andere Inseln und über Teile des Festlandes ihre Macht ausübte. Damals, als sich ihr Herrschaftsbereich noch in Afrika bis nach Ägypten und in Europa bis nach Tyrrhenien erstreckte, versammelten die Atlantaer ihre ganzen Streitkräfte zu einem einzigen Heereszug, um das restliche Land, dass diesseits der Säulen des Herakles lag, also den ganzen Mittelmeerraum, zu erobern. Aber die Griechen besiegten die Atlantaer, und so bewahrten sie sich, und die anderen Ländern vor der Unterwerfung.
In der darauf folgenden Zeit aber gab es gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen und es kam ein schlimmer Tag und eine schlimme Nacht, in der die ganze Insel Atlantis ins Meer versank. Deswegen, so wurde von Solon erzählt, kann man noch heute das Meer dort weder befahren noch erforschen, weil in ganz geringer Tiefe der Schlamm im Wege liegt, den die Insel, als sie sich senkte, zurückgelassen hat."

Falls es ein Atlantis gegeben hat, existierte es zu einer Zeit, zu der die nördlichen Hemisphäre von der sog. Eiszeit beherrscht wurde, also vor ca. 12000 Jahren. Nach Platon`s Beschreibung müsste Atlantis im westlichen Mittelmeer jenseits von Gibraltar gelegen haben, also im atlantischen Raum. Zum Ende der Eiszeit könnte es durch das Abschmelzen der Gletscher und den Anstieg der Meere um ca. 140 m, untergegangen sein. Es ist denkbar, dass die Sintflut durch eine Eisschmelze hervorgerufen wurde die wiederum durch ein kosmisches Ereignis ausgelöst worden sein könnte (z.B. Kometen-, oder Meteoriteneinschlag). Dieser Einschlag könnte außer der Eisschmelze noch einen weltweiten (oder einem auf den atlantischen Raum begrenzten) Tsunami ausgelöst haben. Möglich wären zusätzlich noch Erd- und/oder Seebeben auch im pazifischen Raum.

Atlantis war nach dem Bericht von Plato eine relativ kleine Insel. Sollte dieses Volk hoch zivilisiert gewesen sein und auf einer Insel gelebt haben, verfügte es mit Sicherheit auch über eine hoch entwickelte Schifffahrt. Außenposten oder Kolonien eines solchen Volkes könnten sich, mit Schiffen erreichbar, an den kontinentalen Küsten des Mittelmeeres und jenen am Atlantik befunden haben. Kolonien ließen sich mit einem Rohstoffbedarf erklären, der von einer kleinen Insel wie Plato sie schilderte nicht gedeckt werden konnte.
Dieses Schicksal, einer hohen Flutwelle mit anschließend durch den um 140 m gestiegenen Meeresspiegel, mussten dann auch die küstennahen Ableger dieser Zivilisation auf den Kontinenten teilen und sind ebenso wie die Hauptinsel dem Schmelzwasser der Sintflut zum Opfer gefallen.

Sollte die Bibel nicht nur mit der Sintflut recht haben, sondern auch mit der Arche, von NOAH gebaut, dann müsste auch NOAH einem seefahrenden Volk angehört haben. Einem Volk das Schiffe bauen konnte: durch Konstruktion, statische Berechnungen, Planung, Materialien, Fertigungsverfahren, Hilfskonstruktionen, Schiffs -antrieb, -steuerung und was sonst noch dazu gehört. Ohne spezialisierte Kenntnisse ist ein Schiff in der Größenordnung der ARCHE (3 Stockwerke hoch etc.) nicht zu realisieren.

Ich bin auch der Meinung, dass die überlebenden Mitglieder dieser seefahrenden Hochkultur auch nach der Sintflut wesentlich die menschliche Zivilisation geprägt haben könnte:

Für alle diese plötzlich an verschiedenen Orten und Zeiten auftauchenden Kulturen mit zum Teil unterschiedlichen Fähigkeiten könnte dieses Volk, das den Mittelmeerraum durch "Kolonien" beherrschte, verantwortlich sein.
Durch den raschen Anstieg der Meere zum Ende der Eiszeit sind mit Sicherheit die meisten (wenn nicht sogar alle) meeresnahen zivilisatorischen Einrichtungen vom Wasser bedeckt worden, waren also für den Menschen nicht mehr verfügbar. Die gesamte Logistik zwischen den in größeren Höhen und im Landesinneren gelegenen Teile der Kolonien war mit dem Mutterland aber auch untereinander unterbrochen. Setzt man eine seefahrende Nation voraus, so hat sie sicher auch Rohstoffe jedweder Art benötigt, die auch küstenfern (in höheren Lagen) gewonnen wurden. Die Angehörigen dieses Volkes, die sich für die Rohstoff- und wahrscheinlich auch der Nahrungsmittelbeschaffung küstenfern auf Ländern rund um das Mittelmeer in größeren Meereshöhen aufgehalten haben, könnten also überlebt und ihre Kultur in den Grundzügen beibehalten haben. Ihre allgemeinen zivilisatorischen Kenntnisse über Recht und Ordnung, hierarchische Gesellschaftsstrukturen usw. haben sie dann mit Sicherheit beibehalten. Der einzelne oder die Gruppe haben sich möglicherweise mit der örtlich ansässigen Bevölkerung vermischt. Entsprechen ihrer fachlichen Qualifikation, also ihres Berufes, waren sie in der Lage kulturelle und technische Fähigkeiten weiterzugeben.

Auf diese Art und Weise ist die Bildung unterschiedlicher Kulturen denkbar, mit ähnlichen zivilisatorischen Ausprägungen. So könnten sie einen Wissenstransfer in Gang gesetzt haben der die um das Jahr 10000-8000 v. Chr die Zivilisationen in den Ländern rund ums Mittelmeer (naher Osten, Ägypten) einläuteten.

Die Suche nach baulichen Überresten dieses Volkes kann deshalb meiner Meinung nur durch eine Unterwasserarchäologie erfolgreich sein.

Ein für mich weiteres, äußerst interessantes Artefakt, das auf eine frühe Hochkultur und auf hoch spezialisiertes Wissen einer seefahrenden, zivilisierten Kultur in der Frühzeit hinweist, ist die Seekarte von Piri Reis. Diese Karte wurde im 16 JH von türkischen Seefahrern benutzt. Die eigentliche Karte wurde aus älteren Karten zusammengestellt (angeblich solche deren Ursprung bis ins 4 JH v. Chr. reicht). Sie zeigt die Antarktis im eisfreien Zustand mit Konturen des Erdteils inklusive von Flussmündungen.
Die geographischen Details der Antarktis entsprechen erstaunlich genau dem seismischen Profil, das eine schwedisch - britische Antarktis Expedition im Jahre 1949, durch die Eisschicht hindurch anfertigte (siehe Küstenlinienvergleich). Nach neuen Erkenntnissen war die Antarktis bis vor 8000 Jahren eisfrei, was wiederum auf eine sehr frühe (vor 8000 Jahren) seefahrende Hochkultur schließen lässt. Sie muss, sofern die in der Literatur beschriebenen Angaben zum Fund der Karte richtig sind, über Fähigkeiten verfügt haben:

Jede dieser og. Fähigkeiten setzen wiederum spezielle Kenntnisse in den mehreren anderen Fach-Disziplinen voraus.