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Raum und Zeit
Was wir sind

In meiner Jugend hat mich die Relativitätstheorie schon deswegen interessiert, weil das Gerücht herum ging, es würden sie nur 3 Menschen wirklich verstehen. Wobei einer von den Dreien Einstein selbst sei. Damals bestand für mich und mein Umfeld die Relativitätstheorie einzig aus der Formel: E=m*c2. Wobei ich mich natürlich in keinen Physikerkreisen bewegte.

Was ich an der Sache so interessant fand waren die Erkenntnisse die man daraus zog z.B.:

Mich fing dieses Wissensgebiet an zu interessieren und habe mich in Lexika und Fachbüchern (Internet gab's damals ja noch nicht) informiert, ob das auch so stimmen kann. Und irgendwann stolperte ich über Teilchen die angeblich schneller als Licht waren: sog. Tachionen. Also fühlte ich mich bestätigt. Tachionen sind Teilchen die nur existieren können wenn sie sich schneller als das Licht bewegen. Sie können (rein theoretisch) sogar in die Zeit zurück laufen. Das hieße: wenn ich eine Nachricht mit Tachionen verschicke ist sie beim Empfänger bevor ich sie überhaupt abgeschickt habe?!

Dann kam noch die Sache mit dem Urknall. Das war für mich noch nie nachvollziehbar: Unser Universum entstand aus dem NICHTS, im Bruchteil einer Sekunde und dehnt sich seitdem mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die Fragestellung was war vorher, ist unzulässig: vor dem NICHTS gab es auch NICHTS. Für mich als physikalisch völlig ungebildeten Menschen, wäre ein Universum das nach der Expansion in eine Kontraktion übergeht um dann wieder zu expandieren wesentlich einleuchtender. Die Lichtgeschwindigkeit (LG) als absolut max. Geschwindigkeit würde dann alles im Universum auf eine unendlich große Masse anschwellen lassen?! Ich weiß, ich habe es nicht verstanden. Oder war es nur fast LG mit der es expandiert?

Wenn das Universum eine Blase ist in der sich alles bewegt, Galaxien, Sterne usw., dann stelle ich sie mir hohl vor und wir sind innerhalb der Blase. Die Expansion bewirkt dann, dass die Blase sich vergrößert. Vielleicht würde ich bei einer geradlinigen Reise durchs Universum nach fast unendlicher Zeit mit mit milliardenfacher LG wieder auf die Erde treffen. Oder: mit fantastischen Beobachtungsgeräten mit denen ich bis ans Ende des Universums schauen könnte, würde ich wieder die Erde finden und sehen!?

Aber unsere Existenz ist sowieso eine einzige Merkwürdigkeit. Betrachten wir EIN Atom (das ist ein Teilchen aus denen wir bestehen). Ein Atom besteht aus einem Atomkern und aus Elektronen. Wäre der Atomkern so groß wie eine Orange (Apfelsine) dann wäre im richtigen Größenverhältnis ein Elektron so groß wie ein Stecknadelkopf. Aber dieser Stecknadelkopf würde, wenn sich die Orange in Berlin befändet, sie in einem Abstand umkreisen, der vergleichbar ist mit Entfernung Berlin-Paris. Und was ist dazwischen? NICHTS !- außer den Kräften die die beide zusammenhalten.

Seit geraumer Zeit wissen aber unsere Physiker, dass auch der Atomkern kein homogenes Gebilde ist, sondern selbst aus weiteren Einzelteilen besteht: aus Protonen und Neutronen. Und der Ehrgeiz unserer Physiker veranlasste sie nachzusehen, ob auch das Proton und das Neutron weiter zerteilt werden können und welche Bindungskräfte sie zusammenhalten. Diese Versuche werden in so genannten Ringbeschleunigern durchgeführt, deren größter -CERN- sich in der Schweiz befindet. Sie stellten fest, man kann: die kleinsten Teilchen sind so genannte Quarks, die im im Prinzip nur aus Kräften und el. Ladungen bestehen. Und auch mit den Quarks ist man noch nicht bei den kleinsten Einheiten angelangt. Nach den neueren Erkenntnisse besteht alles aus so genannten Strings, die nicht 3 oder 4-dimensional sind (Länge, Breite, Höhe und Zeit) sondern bis zu 11 Dimensionen aufweisen.

Und wo bleiben wir? Ist alles was wir sind eine Illusion? Obwohl wir sehen, fühlen, hören, riechen und spüren?


Links: Alpha Centaury, Bayrischer Rundfunk