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| Leben |
| Vorwort zum Abschnitt |
Leben zeichnet sich durch Evolution aus. D.h. bei der Reproduktion durch Zellteilung von Mikroorganismen entstehen immer Fehler, die dann zu einem mehr oder weniger abgeänderten "Eltern"-Exemplar führt und die DNA (den Bauplan des entsprechenden Lebewesens) betrifft (Zellteilung). Diese Änderung der DNA kann auch Änderungen in den Eigenschaften des Lebebwesens nach sich ziehen, die es für die Umwelt in die es gesetzt wird, von Vorteil oder von Nachteil sein kann. Man spricht dann von negativen oder positiven Mutationen. Ändert sich allerdings die Umwelt so können ursprünglich ggf. nicht lebensfähige Mutationen die Art (allerdings in veränderter Form) erhalten. Auch wenn nur ein Exemplar in einer geänderten Umwelt überlebt, ist das eine neue an die (geänderten) Umweltbedingungen angepasste Art. So entstehen z.B. neue, gegen Antibiotika resistente Bakterienstämme.
Durch die geschlechtliche Fortpflanzung wird jeweils ein halber DNA-Strang beider Partner miteinender verschmolzen und die Reproduktion der betroffenen Individien erfolgt immer "ungenau". D.h. das reproduzierte Individium ist nie eine genaue Kopie eines der Eltern-Individien (siehe "Mischlinge" von Hunden). Wenn sich wesentliche Eigenschaften ändern, spricht man auch hier von Mutationen.
Als die Erde vor ca 3,5 Mrd Jahren noch ein junger Planet war, heiß, ohne Suerstoff, mit für uns unvostellbaren Bedingungen, hat nach Erkenntnissen unserer Wissenschaft das Leben auf der Erde begonnen. Die damaligen Umweltbedingungen müßen trotzdem für die ersten Lebewesen ein "Paradies" gewesen sein, sonst wären sie nicht fähig gewesen zu überleben und sich fortzupflanzen. Trotzdem sind wir Menschen aus diesen ersten Einzellern, die ursprünglich auf der Erde heimisch wurden, entstanden. So unglaublich das klingen mag, aber es ist so. Durch einen immerwährenden Ausleseprozess der nur diejenigen überleben ließ, die sich auch an geänderte Bedingungen apassen konnten sind wir heute an der Spitze der Evolutionspyramide (so sehen wir uns selbst). Also angeblich das am höchsten entwickelete Lebewesen. Unzählige andere Arten von Lebewesen waren gar nicht überlebensfähig oder starben durch geänderte Lebensumstände wieder aus. So zB. das Mammut, aber auch der Neandertaler-Mensch, obwohl er ein wesentlich größeres Hirn hatte als wir heute (Neandertaler ca. 1700gr, heutiger Mensch ca 1200gr Gehirnmasse.) Was im einzelnen das Aussterben der Neandertaler-Mensch verursacht hat, ist immer noch völlig unbekannt.
Aus diesen einzelligen Lebewesen sind ungezählte Tier- und Pflanzenarten enstanden. Bakterien, Pflanzen, Tiere wie Inskten, Fische, Vögel, Säugetiere (zu denen wir ja auch zählen)und und und. Sie alle aufzuzählen ist nicht möglich. Die jeweiligen Mutationen eroberten jeden Flecken dieser Erde zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Bakterien können sogar in Säure, bei +500°C Im Wasser in Eis, ja sogar im Gestein überleben. Sie benötigen kein Licht, keinen Sauerstoff, leben bis 400m tief im Erdreich unter der Tiefsee (6000 m unter der Meeresoberfläche) und ernähren sich von anorganischen Substanzen, eben Gestein. Oder die Tiefseebiotope um die sog. Scharzen Raucher, die mit für uns tödlichen Umweltbedingungen (schwefeliges Wasser mit Temperaturen über 100°C) die absoderlichsten Kreaturen, wie die Bartwürmer, hervorgebracht haben.