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| Charles Darwin |
| Er entwickelte die Evulotionstheorie |
Charles Darwin entwickelte und propagierte, unabhängig und doch gemeinsam mit Alfred Russel Wallace, die Theorie eines natürlichen Prinzips der Evolution durch graduelle Variation und natürliche Selektion. Sie erklärt die langsame Aufspaltung der Organismen in viele verschiedene Arten als Folge von Anpassungen an den Lebensraum. Von dieser Theorie leiten sich heutzutage alle modernen Evolutionstheorien ab.
Seine Arbeit während einer Expedition mit dem Schiff HMS Beagle erlaubte es ihm, sowohl die geologischen Eigenschaften von Kontinent und Inseln wie auch eine Vielzahl von Lebewesen und Fossilien zu untersuchen. Auf der Reise besuchte er die Kapverdischen Inseln, die Falklandinseln, die südamerikanische Küste, die Galápagos-Inseln und Australien und sammelte eine große Zahl von Proben. Die Fragen zu Flora und Fauna der besuchten Gebiete, die Darwin sich während der Fahrt stellte, waren der Ausgangspunkt für die Evolutionstheorie, die ihn später weltberühmt machen sollte.
1836, nach seiner Rückkehr, analysierte Darwin die gesammelten Stücke und bemerkte Ähnlichkeiten zwischen Fossilien und noch lebenden Tieren in der gleichen geografischen Region. Insbesondere fiel ihm auf, dass jede Insel ihre eigenen Schildkröten- und Vogelarten hatte, die sich leicht voneinander in Aussehen, Ernährung usw. unterschieden, sonst aber recht ähnlich waren. Besonders bei den Exemplaren der Galápagos-Inseln war das klar zu sehen. Darwin entwickelte die Theorie, dass z. B. all die verschiedenen Schildkrötenarten von einer einzigen Art abstammten und sich an die unterschiedlichen Lebensbedingungen der verschiedenen Inseln angepasst hatten.
Aber Darwin war auch ein Kind seiner Zeit und analysierte seine Funde seiner Reise auf der HMS Beagle im Lichte verschiedener anderer theoretischer Einflüsse.
Paradoxerweise war für Darwins adaptionsbasierte Evolutionstheorie und seine Suche nach einem einfachen und unveränderlichen Evolutionsgesetz auch sein naturtheologisches Umfeld vorher in Cambridge und insbesondere der Einfluss von William Paleys Natural Theology bedeutsam.
Weitere wichtige Schriften die einen großen Einfluss auf Darwin hatten waren Lyells Principles of Geology und Thomas Robert Malthus‘ Essay on the Principle of Population.
Malthus war der Meinung, dass die Bevölkerung schneller wächst als die Nahrungsmittelproduktion und deshalb durch Hungersnöte in ihrer Zahl begrenzt wird. Malthus war zu dem Schluss gekommen, dass die Bevölkerung in geometrischer Reihe (2,4,8,16 …) ansteigt, die Ressourcen (Nahrungsmittel) jedoch nur in arithmetischer Reihe (2,3,4,5 …). Die düstere Folge davon waren für Malthus Hungersnöte und Überbevölkerung (Wuketits, Franz M.: Charles Darwin. Der stille Revolutionär, o. Aufl. München – Zürich 1987).
Auf diesen Gedanken aufbauend formulierte Darwin seine Überlegungen zur Veränderung und Entwicklung der Arten in seinem Notebook on the Transmutation of Species.
Entwicklung der Theorie (1839–1859)
Zwischen 1839 und 1843 wurde Darwins Zoology of the Voyage of H. M. S. Beagle in fünf Bänden veröffentlicht. 1842 schrieb Darwin seine Theorie zur Evolution in einem kurzen Entwurf nieder, aus dem er bis 1844 ein 240 Seiten umfassendes Essay entwickelte, eine erweiterte Version seiner früheren Ideen über die natürliche Selektion. Zwischen 1844 und 1858 modifizierte er die Theorie vielfach, ohne sie jedoch je zu veröffentlichen.
Veröffentlichung der Evolutionstheorie (1859)
Am 1. Juli 1859 wurde Darwins Schrift über den Ursprung der Arten durch Mittel der natürlichen Selektion, oder die Erhaltung bevorzugter Rassen im Kampf um das Leben, vor der Königlichen Linné-Gesellschaft verlesen, am gleichen Tag wie auch eine Schrift von Alfred Russel Wallace, der unabhängig von Darwin eine ähnliche Theorie („Survival of the Fittest“) entwickelt hatte.
Darwins Buch über den Ursprung der Arten, mit genau dem gleichen Titel wie die Vorlesung, wurde ein Jahr später veröffentlicht und stieß auf so großes Interesse, sodass die Bestände des Verlags schon am ersten Tag ganz an die Buchläden verkauft waren.
In seinen späteren Büchern The Variation of Animals and Plants Under Domestication (1868), The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex (1871) und The Expression of Emotions in Animals and Man (1872) führte Darwin viele Themen weiter aus, die er in 'Ursprung der Arten' vorgestellt hatte.
Darwin vertrat vier Hypothesen, auf denen seine Evolutionstheorie aufgebaut ist:
Diese Hypothesen beruhen auf drei Schlussfolgerungen aus folgenden Annahmen:
Folgerungen:
Da Darwin seine Vorstellungen mit dem sich damals entwickelnden Sozialdarwinismus auch auf soziale Konflikte übertragen sah, versuchte er sich davon in einigen Spätwerken zu distanzieren. So betont er in Descent of Man: Moralische Fähigkeiten sind höher einzustufen als intellektuelle. Moralische Eigenschaften erleben einen direkten oder indirekten Fortschritt weit mehr durch das Einwirken von Gewohnheit, Vernunft, Anleitung, Religion etc. denn durch die natürliche Auslese.
Darwin starb am 19. April 1882 im Alter von 73 Jahren in Downe und wurde am 26. April in der Westminster Abbey bestattet.