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Die Pyramiden der Moche
Die größten in Südamerika errichteten Bauten
Sonnenpyramide

Die Huaca del Sol (Tempel der Sonne, auch Sonnenpyramide genannt) ist eine Pyramide, die im Moche-Tal in der Nähe von Trujillo in Nord-Peru von den Moche erbaut wurde. Die Anlage war ursprünglich 340 m × 220 m groß und 41 m hoch, sie steht auf einer 18 m hohen Stufenterasse. Sie ist das größte massive Bauwerk des kontinentalen Amerikas; zum Bau des siebenstufigen Gebäudes wurden etwa 140 Millionen Adobe-Ziegel benötigt. (Adobe ist ein luftgetrockneter Ziegel aus Lehm und Sand, bei dem manchmal als Füllmaterialien Stroh und Tierkot verwendet werden). Die Spanier hatten nach Goldfunden einen Großteil des Gebäudes zerstört.

Gegenüber der Sonnenpyramide liegt die Huaca de la Luna (Mondpyramide).

Die Huaca de la Luna (Tempel des Mondes) ist ebenfalls eine Pyramide aus luftgetrockneten Lehmziegeln (Adobe) Sie steht gegenüber der Sonnenpyramide

Modell der Mondpyramide

Sie ist kleiner als die gegenüber liegende Sonnenpyramide (Huaca del sol). Sie befindet sich am Fuß des Cerro Blanco und besteht aus vier durch Mauern und Plattformen miteinander verbundenen Pyramiden, die für vier verschiedene Bauphasen stehen (vom 3. bis zum 8. Jh. u. Z.). Der Abstand zur Sonnenpyramide beträgt ca. 500 m. In diesem Raum befand sich die so genannte urbane Zone mit Wohn- und Bestattungsstätten. Ob ihre Bewohner eine sozial differenzierte Bevölkerung bildeten oder allein der administrativen und religiösen Elite angehörten, ist umstritten.

Die Huaca de la Luna misst 290 m x 210 m. Sie ist vor allem durch ihre farbigen Wandmalereien und Friese bekannt. Die Malereien und Friese zeigen mythische Persönlichkeiten, Tiergestalten und menschenähnliche Wesen sowie Sonnen, Sterne, florale und abstrakte Motive. Die Bedeutungen dieser komplexen Bilder sind weitgehend ungeklärt. Einige Darstellungen ähneln denen in einem anderen wichtigen Zeremonialzentrum der Moche, in der Huaca del Brujo im Chicama-Tal nördlich von Trujillo.

Huaca ist ein generischer Begriff für jegliches Heiligtum, zu denen in den Anden auch die Begräbnisstätten zählten. Ebenso wurden eigentümliche oder besondere Orte (Quellen, ungewöhnliche Bäume, Felsen usw.) und Wesen (wie verwachsene Früchte, Knollen oder Tiere, aber auch Zwillingspaare) als huaca bezeichnet.