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Machu Picchu
Die spektakulärste Inka-Festung

Machu Picchu (Quechua: Machu Piqchu) ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inka, die in 2.360 m Höhe auf einer Bergspitze der Anden über dem Urubambatal in 120 km Entfernung von Cusco (Peru) liegt. Erbaut wurde die Stadt einer Theorie zu Folge um 1450 von Pachacútec Yupanqui, einem Herrscher der Inka, der von 1438 bis 1471 regierte. Er schuf die Grundlagen für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches und führte den Kult um den Sonnengott Inti ein.

Machu Picchu ist wohl die berühmteste und spektakulärste archäologische Stätte Südamerikas, sowohl von ihrer Lage und seiner Bauweise. Sie liegt auf einem schmalen und äußerst steilen Sattel zwischen den beiden felsigen Berggipfeln Machu Picchu ("alte Bergspitze") und Huayna Picchu ("junge Bergspitze"), in einer Seehöhe von 2400 m dessen Wände 500 m in den vom Urubamba-Fluss gegrabenen Canyon abfallen. Diese spektakuläre Stadt, 112 km nordwestlich der alten Hauptstadt Cuzco, wurde unter dem Inka-Herrscher Pachacutec (1438-1471) erbaut. Sie bestand aus 216 steinernen Bauten, die mit einem Treppensystem verbunden waren. Etwa 3.000 Stufen sind heute noch erhalten, ebenso wie die Außenmauern der zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Welchen Status die Stadt hatte (Zweck, Bedeutung) ist immer noch nicht klar ,sie wirft noch immer eine Vielzahl von Fragen auf und gib Anlass zu Spekulationen. Die Konquistadoren Pizarros fanden sie nicht.

Als die Spanier 1533 Cuzco einnahmen, blieb ihnen Machu Picchu verborgen. Nach die Stadt von den Inkas verlassen wurde ist sie der Vegetation anheim gefallen und überwuchert worden. Das blieb so, bis am 24. Juli 1911 ihre Ruinen vom Archäologen Hiram Bingham entdeckt wurden und der ganzen Welt bekannt gemacht wurde. Das "Nest des Kondors" wie Machu Picchu auch genannt wird, hatte einen sehr guten Erhaltungszustand. Die Gebäude und Mauern waren aus perfekt zurechtgeschnittenen rosa Granitblöcken zusammengesetzt. Intiwatana Die Stadt besteht aus zwei

 

 

 

 

 

 

Komplexen, einem oberen Teil mit Monumentalbauten und einem unteren Teil mit den Wohngebäuden. beide waren durch große Plätze und von Mauern voneinander getrennt. Terrassenförmig angelegten Felder, umgeben die Stadt. Treppen mit mehr als 3000 Stufen verbanden die Tempeln, Paläste der herrschenden Schicht. Am höchsten Teil der Festung befand sich ein Monolithaltar, ein Steinblock mit einem als Intiwatana ("Ort, wo die Sonne angebunden wird") bezeichneten Pfeiler, der für astronomische Messungen bestimmt war. Machu Picchu ist das am höchsten gelegene Heiligtum der Inka, in einer ungewöhnlich schöne Landschaft, den die Inka als Sitz von übernatürlichen Mächten und Gottheiten betrachteten. Was diese Stadt eigentlich war ist bis heute umstritten, es gibt keine Überlieferungen bzw. wissenschaftliche Aufzeichnungen über sie, weshalb nur Vermutungen und Spekulationen angestellt werden können. Der ursprünglicher Name der Stadt unbekannt ist deshalb wurde sie nach einem der nahe gelegenen Berggipfel benannt, zwischen denen die Ruinenstadt liegt „alter Gipfel“ (Quechua: Machu Picchu); hinter dem anderen Ende der Stadt ragt der „junge Gipfel“ (Quechua: Huayna Picchu) in den Himmel.

Hypothesen über Machu Picchu
Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Hypothesen über die Position von Machu Piccu entwickelt:

Auch von den lokalen Historikern wurden interessante Vermutungen angestellt: Nach Manuel Chavez Ballon wurden Cuzco und Machu Picchu gemeinsam nach einer genauen Stadtplanung angelegt. Victor Angeles stellte fest, dass der Grundriss Machu Picchus einem Vogel mit ausgebreiteten Flügeln (dem heiligen Kondor) gleicht. Fernando Cabieses zufolge entsprechen die Altäre Machu Picchus in einem pyramidenförmig aufgebauten Gefüge den drei Welten hanan (obere Welt), hurin (Unterwelt) und cay (Erde), wodurch der religiöse Zweck der Stätte bestätigt würde.

Eine Fraktion von Inka-Forschern geht heute davon aus, dass Machu Picchu ganz trivial eine Königsresidenz war - eine Winterresidenz, die König Pachacutec um 1450 (die frei gelegten Keramiken würden diese Datierung bestätigen) errichten ließ, weil hier ,im Verglich mit Cuzco, das Klima im Winter wesentlich angenehmer und milder war. Die Siedlung wurde etwa 1 Jh. später verlassen, da sie zur Zeit der spanischen Invasion nicht mehr sicher schien.