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| Anasazi-Indianer |
| Die Alten |
Die Anasazi-Kultur entstand aus zwei Kulturen, die sich gegenseitig beeinflussten: Die Mogollon-Kultur, die zur Cochise-Kultur zu rechnen sind und Landwirtschaft betrieben, sowie die nomadischen Gruppen der Oshara-Kultur (auch Basketmaker genannt) beeinflussten sich gegenseitig so, dass schließlich die Anasazi Kultur entstand. Die Mogollon übernahmen das architektonische Wissen der Basketmaker, die wiederum den Ackerbau von den Mogollon übernahmen.
Etwa um das Jahr 700 hatten die Basketmaker mit dem Bau überirdischer Häuser begonnen. Sie verwendeten dazu meist Halbhöhlen, die sie zumauerten, Fenster und Türen einbauten und die sie vor allem als Vorratslager für den Winter benutzten. Diese in Reihe direkt aneinandergebaut, waren die ersten Pueblos. Errichtet wurden diese freistehend oder auch unter Felsüberhängen, in dieser Form als Cliff Dwellings bezeichnet.
Die Kultur der Anasazi ("die Alten"), die seit 2000 Jahren im San-Juan Becken leben, ist die erste große indianische Kulturtradition Nordamerikas. Sie wurde von den Archäologen in sechs Abschnitte, zwei Basketmaker- und vier Pueblo-Perioden, eingeteilt. Während der ersten nachgewiesenen Basketmaker-Periode (185 v. Chr.-400 n. Chr.) stellten die Anasazi Korbflechtarbeiten aus Yucca her, Zur Zeit der modifizierten Basketmaker-Kultur (400-750) begannen sie, auch Keramiken zu fertigen.
Die ersten Ansiedlungen waren nicht ständig bewohnt, später wurden auch dauerhafte Grubenhaussiedlungen errichtet. Die Anasazi bauten Mais, Bohnen und Baumwolle auf bewässerten Feldern der Hochebene an und jagten Bisons, deren Wanderungen sie folgten.
Während der Abschnitte Pueblo I und II (750-1050) begann man, die Häuser am Rand der Canyons anzulegen. Jedes Dorf verfügte über mindestens eine Kiva, den unterirdischen Versammlungsort. Während der klassischen Pueblo-Periode (Stufe III; 1050-1300), dem Höhepunkt der Anasazi-Kultur, kam es zu einem großen Bevölkerungszuwachs; die Dörfer wurden in Felsnischen verlegt, meist unter einem großen Felsvorsprung im obersten Felsband der Canyonwände, wo man nur mit Leitern und Seilen hingelangen konnte. Das Leben spielte sich in den offenen Höfen vor den Häusern ab.
Für die Jahre 1276-1299 konnte eine lange Dürrezeit nachgewiesen werden, die für die Anasazi vielleicht der Grund für das plötzliche Verlassen des Gebietes war. Während der Periode Pueblo IV (1300-1600) erreichten die Navajo-Indianer, die Apachen und schließlich auch die Spanier die Mesa Verde. Die wenigen Nachkommen jener Indianer leiteten eine weitere Pueblo-Kultur ein, die sich bis heute erhalten konnte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anasasi